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Segelflieger Bad Wörishofen
Auszug aus der Chronik (interpretiert)
Die Stunde Null für den Flugsport in
Bad Wörishofen war im Jahr 1934.
Nach dem Zusammenbruch Deutschlands
1945 wurde durch die alliierten Kontroll-
gesetze das totale Flugverbot über alle
Deutschen verhängt. Dies war das Aus
für jede fliegerische Tätigkeit in unserem
Lande. Nach fünf langen Jahren erlaubte
eine Lockerung des Gesetzes die Gründung
von Fliegervereinigungen.
Auch in Bad Wörishofen waren zu dieser
Zeit schon wieder Aktive am Werk die
die Initiative ergriffen. Als Erster darf hier
wohl Karl Englmair genannt werden.
Bald übertrug er seine Gedanken auf
Gleichgesinnte und am 2. Dezember 1950
fand im damaligen Lindengarten unter
starkem Interesse die Gründungs-
versammlung des Aero-
hofen statt.
Getragen war diese Vereinigung in der
Mehrzahl von ehemaligen Militärpiloten
und so war es fast selbstverständlich,
dass der hochdekorierte Flieger Walther
Dahl zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde.
Ein Verein mit der stattlichen Anzahl von
30 Mitgliedern war nun gegründet, aber
Fliegen war vorerst nur in Gedanken
möglich.
Das alliierte Flugverbot war noch in Kraft.
Auch Fluggeräte gab es noch nicht und
in der ehemaligen Segelfliegerhalle hatte
sich ein Betrieb eingenistet. Modellbau
war vorerst die praktische Tätigkeit mit
der man die Zeit überbrückte.
Anfang 1951 fielen die Schranken des Flug-
verbots und die Begeisterung schlug hohe
Wellen. Die Segelfliegerhalle wurde wieder
frei und vom Stadtrat der Flugsport
zugesprochen.
Der Aero-
sich mit den Luftsportgruppen Grönen-
bach, Kaufbeuren und Kempten zu einer
Arbeitsgemeinschaft zusammen um den
Bau von vier Schulgleitern des bewährten
Typs "SG 38" zu beschliessen.
Auf die Bad Wörishofer, die vorerst als
einzige in der Lage waren ihre Halle
wieder zu besitzen fiel das Los der
Endmontage.



